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  • MAZ vom 12.12.2008

 

  • HL-live.de - Mittwoch, der 10. Januar 2007

    Neueröffnung in Groß Grönau: Zeichen für Unternehmermut. EiStandbein haben sie bereits mit ihrer Gärtnerei im gar nicht so weit entfernten Harmsdorf. Was sie jedoch bewogen hat, in Groß Grönau ein derartiges unternehmerisches Schmuckstück zu planen und auch zu verwirklichen, ist geradezu ein Geschenk an das nahe Lübeck, aber ebenso auch an alle Gartenfreunde, die im Umland der Hansestadt "ihren grünen Daumen" benutzen. Es wird wohl nicht lange dauern, da wird der Betrieb in Groß Grönau an der Seitenstraße "An der Gärtnerei 1" der B 207 sich zu einer der interessantesten Adressen als gärtnerischer Fachbetrieb entwickeln, zumal der Begriff "Gärtnerei" jetzt schon kaum noch zutrifft. Denn was hier planerisch mit einem 2,5 Millionen - Euro - Projekt selbst architektonisch beeindruckend mit den gläsernen Gewächshäusern, 6.000 Quadratmetern Anbauflächen und auf insgesamt 30.000 Quadratmetern entwickelt und verwirklicht wurde, sprengt geradezu die eigene Vorstellungskraft. Davon überzeugen kann eigentlich nur der Besuch selbst. Denn Superlative lassen sich leicht ankündigen und entpuppen sich mitunter als Seifenblasen. Hier war jedoch schon am Eröffnungstag von den Besucherinnen und Besuchern zu hören: "Toll" – oder "Wahnsinn". Das lag nicht etwa nur an den besonderen Angeboten dieser Tage oder der Tombola mit netten Preisen bis hin zur Tages-Shopping-Flugreise nach Rom. Hier überwältigte sogleich die besonders ansprechende Gestaltung des unglaublich "tiefen" Sortiments an Pflanzen aller nur erdenklichen Art. Selbstverständlich derzeit saisonal herbstlich ausgerichtet und ergänzt derzeit um Blumenzwiebeln, die einfach darauf warten, in den Boden verbracht zu werden. Aber auch der Stolz der Chefin Katja Brodersen – die Boutique mit geschmackvollen Accessoires rund um Pflanzen und passender Keramik bis hin zu fertig auf dekorierten Topfpflanzen - lässt staunen und verführt länger zum Verweilen als zunächst gedacht. "Kauf, wo es wächst" zu fairen Preisen lautet das Motto des Unternehmenspaares. Entscheidend ist die frische Gärtnerqualität, die auch die hier gut sortierten "großen" Einzelpflanzen zeigen. Derzeit saisonal angesagt? Nun, von Blumenzwiebeln war schon die Rede. Für die Garten- und Kübelbepflanzung stehen jetzt ebenfalls der Herbstzauber blühender Heide, Blüh- und Blattschmuck ganz vorn. Prächtig dabei die leuchtenden Chrysanthemen in vielen Herbsttönen. Die Zeit gekommen ist nun die Herbstbepflanzung mit Baumschulpflanzen wie Zier- und Heckensträucher, Bodendecker, Beerensträucher oder Obstgehölze. Das gilt auch für den Pfirsich. Der gedeiht nur in südlichen Gefilden? Keineswegs - der gute Rat dazu kostet nur das Kommen. Geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr, Sonnabend bis 16 Uhr. Telefon 04509 – 79 99 19. RUB 24.09.2006 12.45 Innovative Gartenbaubetriebe besichtigt Investitionen über Programm der Landwirtschaftlichen Rentenbank (ZVG) Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt verwaltet ein Zweckvermögen im Auftrage des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), aus dem innovative Baumaßnahmen mit zinsgünstigen Darlehen gefördert werden können. Auf Einladung der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe in Münster besichtigten jetzt Vertreter der Landwirtschaftskammer, des BMVEL, der Landwirtschaftlichen Rentenbank und des KTBL drei Gartenbaubetriebe, die über dieses Programm wichtige Investitionen gefördert bekamen. Der Pflanzenmarkt "Die Pottblume" des Gartenbauunternehmers von der Haar in Osnabrück hat eine dreischiffige Konstruktion mit gebogenen Gewächshausdächern des Typs High-Light-2000 erstellt. Diese ist aufgrund der Firsthöhe von zwölf Metern weithin sichtbar. Das Gewächshaus wirkt hell und freundlich. Es wurden spezielle Führungsprofile für die Schattier- und Energieschirme entwickelt, die unmittelbar unter den gewölbten Scheiben angebracht sind. Der Rollschirm besteht pro Schiff aus vier Segmenten und kann damit segmentweise geöffnet und geschlossen werden. Die Gesamtfläche der neuen Konstruktion beträgt 3.200 Quadratmeter. Die Teilnehmer der Rundfahrt zeigten sich beeindruckt von den Investitionen in den Gartenbaubetrieben und der Bereitschaft der Gartenbauunternehmer, auch in schwierigen Zeiten neue Techniken anzuschaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
    Runde Formen auch im Gewächshausbau

    Mit seinen "High-Light-Gewächshäusern" beschreitet das niederländische Unternehmen Smiemans Projecten b.v. in der Gestaltung von Verkaufsanlagen neue Wege.

    Die Variationsbreite von Verkaufsgewächshäusern hat sich in der Vergangenheit erheblich vergrößert. Unternehmen der Branche investieren viel Kreativität und innovative Ideen in neue Projekte. Letztendlich geht es um ein optisch attraktives Erscheinungsbild und funktionelles Design, damit sich Pflanzen und Menschen gleichermaßen wohlfühlen. Zudem soll eine außergewöhnliche Konstruktion dazu beitragen, klare Abgrenzungen zum Mitbewerber zu schaffen.

    Wenig Stahl und viel Glas

    Diese Vorgaben waren für das niederländische Unternehmen Smiemans Projecten (Naaldwijk) Anlass, ein Gewächshaus besonderer Art zu entwerfen und es in den letzten zehn Jahren immer wieder mit den neuesten technischen Entwicklungen zu versehen. "High-Light-2000" heißt es und unterscheidet sich von den traditionellen Gewächshäusern durch seine wohlgestaltete, abgerundete Dachform, sowie der Möglichkeit, attraktiv gebogene gläserne Seitengiebel anzubauen.

    Hoch und hell ist das Haus. Wenig Stahl und viel Glas zeichnet es aus. Fast wie im Freien sagen die einen, ein Haus zum Verlieben schwärmen die anderen. Die grundlegende Idee für das "High-Light-2000"-Haus stammt aus Kanada. Ziel war es hier, ein stabiles Gewächshaus zu bauen, welches den rauen Klimabedingungen standhält. Vor allem die gebogene Form bietet nach Angaben des Herstellers bei hohen Windkräften sowie in schnee- und hagelreichen Gebieten mehr Stabilität und Sicherheit.

    Die ersten Projekte dieser Art in Deutschland baute das Unternehmen im Bereich Endverkauf und Gartencenter. Mittlerweile findet das System auch die Aufmerksamkeit der Baumarktketten, die in der runden Form einen verkaufsfördernden Aspekt entdecken.

    Der Clou: gebogene Glasscheiben

    Das "High-Light-2000"-Gewächshaus besitzt standardmäßig eine Schiffbreite von 9,60 m mit Längsflächen von zwei bis sechs Metern. Die Höhe der Stützen variiert zwischen drei und acht Metern. Bei einer Standard-Stützenhöhe von 3,50 m wird eine Firsthöhe von etwa 6,00 m erreicht. Nicht nur das Dach ist gewölbt, sondern auch die gläsernen Seitengiebel. Das Haus entspricht den neuen Richtlinien für Überkopfverglasungen und verwendet ein biegbares Glas in der Scheibenabmessung 3,65 x 2,00 m. Das verwendete "tempered glass" - ein Einschreiben Sicherheits-Spezialglas - wird als stark bruchsicher eingestuft. Die Verlegung erfolgt auf Alu-Pfetten in Gummileisten.

    Aufgrund der großen Scheiben sowie der gebogenen Form entsteht die überdurchschnittlich hohe Lichtdurchlässigkeit. Das Glashaus verfügt nach Herstellerangaben über eine außergewöhnlich hohe Lüftungsmöglichkeit. Die Lüftungsfenster mit einer Länge von 1,70 m sind an beiden Seiten unabhängig voneinander zu bedienen und sorgen auch durch die gebogene Form für eine gute Luftzirkulation im ganzen Haus.

    Spezielle Schattierung

    Speziell für das "High-Light-2000"-Haus wurden gebogene Führungsprofile für die Schattier- und Energieschirme entwickelt, die unmittelbar unter den gewölbten Scheiben angebracht sind. Der Rollschirm besteht pro Schiff aus vier Segmenten. Im Gegensatz zu traditionellen Gewächshäusern ist damit das gesamte Schiff nicht auf einmal schattiert. So können jene Seiten geöffnet bleiben, bei denen keine direkte Sonneneinstrahlung auftritt. Das begünstigt die natürliche Lichteinstrahlung und optimiert die Klimasteuerung. Gleichfalls bleibt so der geräumige Eindruck des Hauses erhalten, was Kunden als sehr positiv empfinden, weil sie sich nicht eingeengt fühlen. Insgesamt soll die Temperatur im Gewächshaus auch bei hoher Einstrahlung kaum höher als die Außentemperatur sein. Die Schattierschirme der einzelnen Gewächshauseinheiten fahren übrigens nacheinander zu, um Spitzen im Strombedarf zu vermeiden.

    Als bautechnische Neuheit gilt das vollständig geschlossene, isolierte Dachrinnensystem. Hier bilden Dachrinne und Gitterbinder eine Einheit, was dem Problem der Kältebrücken entgegen wirkt. Ein leichtes Gefälle der gesamten Anlage bewirkt auch bei langen Gewächshäusern den Abfluss zu einer Seite. Unter jeder Dachrinne befindet sich zudem ein Abflusssystem für Kondenswasser, so dass Regen- und Kondenswasser getrennt aufgefangen und abgeführt werden können.

    Wer den Gewächshaus-Typ in Natura erleben möchte, kann ihn beispielsweise in Osnabrück bewundern. Hier steht der Pflanzenmarkt "Die Pottblume" von Heinrich von der Haar. Bereits von weitem sichtbar, hebt sich die dreischiffige Konstruktion des Pflanzenmarktes aus der umgebenden Bebauung ab. Erstmalig wurde das "High-Light-Gewächshaus" in einer dreischiffigen Konstruktion realisiert. Die maximale Höhe des Mittelschiffes beträgt hier imposante 12 m.
    Peter Springer
    Monatsschrift 07/2002
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